- Die Dynamic Island des iPhone 18 Pro wird etwa 35 Prozent schmaler – von 20,7 auf 13,5 Millimeter.
- Nur der Infrarot-Flutlicht-Illuminator wandert unter das Display, die Dynamic Island bleibt zentral sichtbar.
- Ein vollständig randloses iPhone mit komplett unsichtbarer Face-ID wird erst für 2030 erwartet.
Apple arbeitet weiter an seinem Ziel eines vollständig randlosen iPhones – und das iPhone 18 Pro könnte einen wichtigen Schritt in diese Richtung machen. Mehrere Quellen, darunter Bloomberg, deuten darauf hin, dass die Pro-Modelle der nächsten Generation eine verkleinerte Dynamic Island erhalten werden, allerdings ohne vollständig unter dem Display verschwindende Face-ID-Technologie.
Dynamic Island wird schmaler, bleibt aber zentral
Nach Informationen des Leakers „Ice Universe“ soll die Dynamic Island beim iPhone 18 Pro etwa 35 Prozent schmaler werden als beim iPhone 17 Pro. Die Breite würde demnach von rund 20,7 Millimeter auf etwa 13,5 Millimeter schrumpfen. Diese Angaben beziehen sich auf die Standardgröße der Dynamic Island im eingeschalteten Zustand, inklusive der schwarzen Pixel, die die eigentlichen Aussparungen für Face-ID-Sensoren und Frontkamera umgeben.
Der renommierte Display-Analyst Ross Young hat diese Einschätzung mittlerweile bestätigt. Laut Young werden zwar einige Face-ID-Komponenten unter das Display wandern, die Dynamic Island selbst bleibt jedoch sichtbar – wenn auch in verkleinerter Form. Konkret soll nur der Infrarot-Flutlicht-Illuminator unter das Display in die linke obere Ecke verlegt werden, während Punktprojektor, Infrarotkamera und Selfie-Kamera weiterhin in einer reduzierten, zentral positionierten Dynamic Island untergebracht sind.
Widersprüchliche Gerüchte nun geklärt
Die Dynamic Island ist der pillenförmige, interaktive Bereich am oberen Displayrand des iPhones, der seit dem iPhone 14 Pro die frühere Notch ersetzt. Sie verbirgt die Frontkamera und Face-ID-Sensoren und erweitert sich dynamisch, um laufende Aktivitäten wie Musik, Timer oder Anrufe anzuzeigen. Durch Software-Animation wirkt die Aussparung wie ein funktionales Interface-Element statt wie eine störende Unterbrechung des Displays.
In den vergangenen Monaten kursierten teils widersprüchliche Berichte über die Gestaltung der Displayvorderseite des iPhone 18 Pro. Ein Bericht von The Information hatte zunächst behauptet, Apple würde die Selfie-Kamera in die linke obere Ecke des Displays verlegen, was zu einer Lochausschnitt-Lösung und dem kompletten Wegfall der pillenförmigen Dynamic Island führen würde.
Der chinesische Leaker „Instant Digital“ hat diese Darstellung nun korrigiert und erklärt, dass frühe Berichte aus chinesischen und koreanischen Quellen über die mögliche Verlagerung einer Infrarot-Face-ID-Komponente in einigen englischsprachigen Medien falsch übersetzt wurden. Die Verwechslung verschiedener Face-ID-Elemente führte demnach zu der Annahme einer sichtbaren Kamera-Aussparung links oben.
Young, der in der Vergangenheit sehr zuverlässige Prognosen zu Apple-Displays abgegeben hat, unterstützt diese Klarstellung. Seine Roadmap deutet darauf hin, dass die kleinere Dynamic Island mindestens bis 2027 Bestand haben wird. Ein iPhone mit vollständig unter dem Display verborgener Face-ID-Technologie und Frontkamera wird nach Youngs Einschätzung erst 2030 auf den Markt kommen.
Schrittweise zum randlosen iPhone
Apple verfolgt seit Jahren das Ziel eines iPhones mit komplett unterbrechungsfreiem Display. Mit dem iPhone X führte das Unternehmen 2017 Face ID und die Notch ein, die beim iPhone 14 Pro 2022 durch die Dynamic Island ersetzt wurde. Die nun erwartete Verkleinerung der Dynamic Island beim iPhone 18 Pro wäre ein weiterer Schritt in Richtung dieses Ziels.
Für das iPhone zum 20. Jubiläum im Jahr 2027 werden bereits Gerüchte über ein komplett randloses Design mit gebogenen Glaskanten und extrem schmalem Rahmen gehandelt. Bis dahin scheint Apple jedoch einen graduellen Ansatz zu verfolgen, bei dem Technologien schrittweise unter das Display wandern.
Weitere erwartete Neuerungen
Neben der verkleinerten Dynamic Island werden für die iPhone-18-Pro-Modelle weitere Verbesserungen erwartet. Dazu gehören eine Hauptkamera mit variabler Blende, die mehr Kontrolle über die Schärfentiefe ermöglichen soll, sowie der neue A20-Pro-Chip, der im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Außerdem soll Apples selbst entwickeltes C2-Modem zum Einsatz kommen.
Die Bildschirmgrößen sollen bei 6,3 Zoll für das iPhone 18 Pro und 6,9 Zoll für das iPhone 18 Pro Max bleiben. Auch das grundlegende Design mit dem Kamera-Plateau auf der Rückseite dürfte sich nicht wesentlich ändern.
Apple wird die iPhone-18-Pro-Modelle voraussichtlich im September 2026 vorstellen. Bis dahin dürften noch weitere Details zu den Geräten durchsickern.







